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WARUM?

 

Heute Morgen erlebte ich auf der Straße eine mir wohlbekannte Situation.
Einem Vater wurden von seiner kleinen Tochter „Löcher in den Bauch“ gefragt.

Diese, für uns Eltern so anstrengende Arbeit, gehört  für die Kinder zu einem wichtigen Prozess. Es geht darum, die Welt zu ordnen und sich selber einzuordnen. Seinen Platz und Weg im Leben zu finden. Die Antworten erleichtern rasche Entscheidungen in kritischen Situationen.

In unserem weiteren Leben stellen wir uns immer wieder diese Fragen.
Das ist genau der Unterschied. Wir stellen sie uns selber und nicht mehr anderen.
Besonders deutlich wird uns die Einsamkeit und damit auch die Unsicherheit in Bezug auf die Richtigkeit der gefundenen Antworten in den Umbruchsituationen wie: Pubertät, Erster Job, Heirat, Kinder und ganz besonders in der „Midlife-Krise“.

Diese vorläufig letzte große Krise hat es besonders in sich, da wir hier auch schon einen echten Kassensturz vornehmen:

 

·        War es das jetzt?

 

·        Bin ich zufrieden mit meinem Leben?

 

·        Was habe ich alles versäumt?

 

·        Wer oder was bin ich eigentlich?

 

·        Was will ich ändern, damit mein Leben (noch) besser wird?

 

Berühmte Denker behaupten: „Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, muss es aber vorwärts leben.“ Tatsächlich lebt es sich viel leichter, wenn ich weiß, was für mich wichtig ist. Woran ich erkennen werde, dass ich mich auf dem für mich richtigen Weg befinde.
Oft helfen uns auch Glaubenssätze, viele davon haben wir schon als Kinder übernommen:

 

·        Wer A sagt muss auch B sagen.

 

·        Ohne Fleiß kein Preis.

 

·        Ordnung ist das halbe Leben.

 

·        Was du heute kannst besorgen, …

 

Manche davon reflektieren wir in den oben angesprochenen Phasen und passen sie möglicherweise an.
Dann werden aus übernommenen Glaubenssätzen bewusst entschiedene Glaubenssätze.

Unser Leben wird nur in den seltensten Fällen linear oder geradlinig verlaufen.
Was wir heute für richtig und sinnvoll halten, kann durch äußere Umstände oder neue Erkenntnisse morgen schon unpassend sein.
Deshalb sind Besinnungsphasen in regelmäßigen Abständen hilfreich, ob nun mit einem guten Freund oder mit professioneller und damit neutraler Unterstützung.

 

Vielleicht ist ja kurz vor der besinnlichen Zeit gerade der richtige Moment für eine Besinnungsphase. Getreu dem Lebensmotto: „Was du heute kannst besorgen, …“.
Die Zeit und Nervenersparnis in der nächsten Entscheidungssituation wird Sie dafür entschädigen.