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Praxistipp:  Krisen bewältigen

Ziel:  Der richtige Zeitpunkt für Training

 
Wenn du Angst vor dem Ertrinken hast - schaffe das Wasser ab!

Auf diese Idee würde niemand ernsthaft kommen. Wir würden schwimmen lernen, geeignete Schwimmhilfen nutzen. Wir würden aufpassen, dass geübte Rettungsschwimmer in der Nähe sind.

Die Liste führen Sie wahrscheinlich gerade im Geiste weiter.

 ·       Zurechtfinden in einer neuen Stadt.

 ·        Erkunden eines neuen Lokals mit unbekannter Speisekarte.

 ·        Mit dem neuen Partner zusammenziehen.

Wir können den damit verbundenen Stress natürlich vermeiden, indem wir diese Situationen vermeiden.

Kommen wir nochmals zurück auf das Schwimmen.
Selbst gute Schwimmer müssen manchmal Wasser schlucken. Zum Beispiel wenn Atemrhythmus und Wellengang nicht harmonieren. Der Geübte kann mit dieser unangenehmen Situation leicht umgehen. Der Ungeübte gerät da schnell in Panik.

Wer das mit seinen Kindern erlebt hat, der weiß, dass diese sich in ihrer Panik blitzschnell an Papa oder Mama klammern und um Hilfe schreien. Spätestens dann wird es auch für die Eltern unangenehm.

So ähnlich verhält es sich in fast allen Krisensituationen.
Wir selbst kämen mit der unangenehmen Situation ja noch ganz gut zurecht. Aber jetzt auch noch für die anderen (Kollegen, Freunde Familienmitglieder, …) sorgen, das macht uns zu schaffen.

So, wie man schwimmen nur im Wasser lernen kann, lernt man auch sinnvolles Verhalten in Krisensituationen nur in Krisen.
In der angemessenen Dosierung und mit vertrauensvoller Begleitung können wir bei leichten Herausforderungen für die schwierigeren Fälle üben.

Leider nehmen wir uns dafür viel zu oft keine Zeit.
Stattdessen müssen wir dann im Ernstfall fünf panische Nichtschwimmer retten.

Das überfordert dann auf Dauer auch die Besten.

Wir empfehlen hier unser Video (ca. 3,5 Min.) http://www.resilienz-muenster.de/resilienz-tv/folge-3-das-prinzip-selbstverantwortung/