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Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten
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Praxistipp:  Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten

Ziel:  Emotionale Stabilität

 

„Es tut mir leid, aber es gab heute leider keine guten Nachrichten.“ sagte am Ende des heute journals der Moderator Claus Kleber.

Viele von uns werden ihm zustimmen. Überall nur Mord, Krieg, Unwetter und Überschwemmungen, überforderte Polizei und Flüchtlinge.
Andere fragen sich: “Was ist mit den zehntausend gesund geborenen Kindern, den vielen Tausenden, die sich heute verliebt haben? Was ist mit denen, die heute einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben haben, denen, die sich einfach am Sonnenschein erfreuen?

Sind wir unfähig, das Schöne, Gute, Lebenswerte wahrzunehmen?

Tatsächlich sind wir bei Meldungen über Katastrophen sofort hellwach.

Das ist in der Evolution überlebenswichtig gewesen. Die wenigsten Menschen sterben an einem Mangel an guten Nachrichten, wohl aber, wenn sie Warnhinweise übersehen.
Das wissen natürlich auch die Medien-Macher. Sie müssen ihre Sendungen und Zeitungen verkaufen. Also liefern sie Katastrophen.

Was können wir tun?

Von Hirschhausen empfiehlt, ein Glückstagebuch zu führen. Dorthinein schreiben Sie alles, was an diesem Tag gut, nett und positiv war. Das fällt anfangs noch schwer, wird dann aber immer leichter. Vor allem kann man an „schlechten Tagen“ darin blättern und sich der guten Augenblicke erinnern.

Ein anderer Ratgeber empfiehlt, die linke Hosentasche mit Bohnen oder Erbsen zu füllen. Und jedes Mal, wenn uns etwas gelingt, wir einen schönen Augenblick wahrnehmen, uns jemand anlächelt, packen wir eine Bohne in die rechte Tasche. Abends wird dann gezählt. Es ist schon vorgekommen, dass der Bohnenvorrat nicht ausreichte.

Wir empfehlen noch eine öffentliche Variante.
Sie brauchen eine Magnettafel und grüne und blaue Magnete. Es geht auch mit Papier und farbigen Stiften. Für jede nette Begegnung, jedes Lächeln, jede nette Geschichte der Kollegen, jeder Sonnenstrahl, der ins Gesicht scheint kleben Sie einen grünen Magneten.
Für jede unangenehme Begebenheit oder Information einen blauen Magneten.  Achten Sie darauf, dass Sie für Wiederholungen (der Flurfunk neigt dazu) nur einmal einen Punkt markieren.

Dann sagen Sie uns, ob es tatsächlich keine guten Nachrichten gibt. Und es geht hier nicht um die rosarote Brille. Es geht eher darum, ab und an die Schwarze abzusetzen.

Viel Spaß!