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 Praxistipp: Zum Fliegen brauchen wir zwei Flügel

 

Wir kommen auf die Welt und sind oder werden eine individuelle Persönlichkeit.
Wir haben Verhalten, das uns ausmacht. Dieses Verhalten gefällt nicht jedem - oder zumindest nicht jede unserer Verhaltensweisen gefällt jedem.
So legen wir im Zusammenleben oft den Schwerpunkt unserer Bemühungen auf Gemeinsamkeiten und vermeiden anstrengendes, störendes Verhalten.

 

Wozu führt diese gängige Praxis? Auf der positiven Seite werden Konflikte vermieden. Auf der negativen Seite wird  ureigenes, wichtiges Verhalten nicht gezeigt und angewendet.

 

Bildlich dargestellt:

 Mit etwas Phantasie erkennen Sie einen Schmetterling.

 

Um im obigen Bild zu bleiben:
Ohne gemeinsamen Körper (Überschneidungen) können sich unsere Flügel nicht bewegen.
Mit zu viel Körper kommen wir nicht mehr in die Lüfte.
Durch Verzicht auf Teile unseres Verhaltens wird der eine Flügel immer kleiner.
Nur mit einem Flügel kommen wir auch nicht in die Lüfte.
Nur mit zwei starken, großen Flügeln können wir uns frei bewegen.

 

Was können wir dafür tun?
Wir sollten wertschätzend mit dem anstrengenden anderen Verhalten umgehen. Sowohl mit dem des Anderen, als auch mit unserem eigenen. Mit Stummelflügeln bleiben wir am Boden.

Große Flügel, also unterschiedliches Verhalten, auszuhalten, ist anstrengend und nervenaufreibend. Es gibt aber keine Alternative, wenn wir fliegen oder Spitzenleistungen vollbringen wollen.
Ohne Gemeinsamkeiten geht es nicht, ohne wertschätzenden Umgang und Gebrauch unserer Unterschiedlichkeit auch nicht.

 

Wer je einen Adler mit seinen weiten Schwingen majestätisch seine Kreise ziehen sah, weiß, dass es das wert ist.