Download
Praxistipp 2.pdf
Adobe Acrobat Dokument 186.5 KB

Praxistipp: Positiver Realismus

Ziel: der konstruktive Umgang mit Widerständen

 

Gute Vorsätze verschaffen bessere Gefühle als das tatsächliche Ergebnis.

 

Sobald wir uns etwas Erstrebenswertes vornehmen, erzeugt dies in uns positive Bilder und Gefühle. Dopamin wird ausgeschüttet und wir sind Helden.
 

Im nächsten Augenblick werden wir von unseren Ängsten eingeholt, die uns vor den Schwierigkeiten und dem möglichen Nichterreichen und den ganzen Entbehrungen auf dem Weg dorthin warnen. Adrenalin wird ausgeschüttet und wir geraten in Stress.

 

Das ist der Hauptgrund, weshalb wir es so gerne bei den guten Vorsätzen belassen.
Nebenbei:  Vorsätze fassen strengt auch nicht so an wie die Umsetzung.

Die Suche nach dem Helden- (Hinter-)Ausgang beginnt. Ausreden und Gründe werden zurechtgelegt.

 

Optimismus kann motivieren - Optimistischer Pessimismus führt zum Erfolg.

Sollten Sie jetzt  Fragezeichen in Ihrem Gesichtsausdruck haben, kann ich das verstehen.

Der optimistische Pessimist ist derjenige, der das Scheitern als ein ganz normales und wahrscheinliches Ergebnis in seine Überlegungen einbezieht.

 

In Gruppen passiert es ja durchaus, dass alle von einem Vorhaben ganz angetan sind.

Besetzen Sie in Ihrem Team die Rolle des Advokatus Diaboli mit einem streitbaren Geist, der sich der Euphorie entgegenstellt.

Der Vorteil der formalisierten Vergabe dieser Rolle liegt darin, dass der Widerstand gegen seine Argumente sich auf den Inhalt und nicht auf die Person bezieht. Außerdem trainiert bei rollierender Besetzung  jeder diese positiv-kritische Haltung.

Das funktioniert nicht nur in Unternehmen, das funktioniert auch in Familien und Gruppen von Kindern und Jugendlichen.

 

Seien Sie auch Ihr eigener Advokatus Diaboli. Diskutieren Sie mit sich selbst die möglichen Schwierigkeiten und was Sie dann unternehmen können.

So betrachtet wird dann aus dem optimistischen Pessimisten ein positiver Realist.