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Können Sie sich auch so schlecht entscheiden?

 

 

Oder gehören Sie eher zu jenen, die sofort handeln wollen und sich durch andere dabei ausgebremst fühlen? Vielleicht hilft  ja ein einfaches Modell, um andere und sich selbst besser zu verstehen.

 

Zunächst: Eine Entscheidung ist noch lange nicht der Beginn einer Handlung.
Ebenso gilt, dass nicht jeder Tat ein durchdachter Entscheidungsprozess voraus ging.

 

 

 

 

Rubikon-Modell

Jedem Handeln geht ein Wunsch voraus.
Das Warum ist entscheidend für die Höhe unserer Motivation und unserer Energie, die wir für die Zielerreichung aufwenden. Deshalb ist es gut, hier Zeit aufzuwenden. Die Risiken, Chancen und Alternativen abzuwägen.

 

Nun gibt es Menschen, die besonders sorgfältig abwägen und Planen. Sobald aber der kritische Zeitraum, den wir uns sehr gut als Fluss vorstellen können, überschritten werden soll, damit wir ins Handeln kommen, schrecken diese Menschen zurück.
Während andere es gar nicht abwarten können, sich mit dem praktischen Wie auseinanderzusetzen.

 

Nun ist sofortiges aktives Handeln ohne vorheriges Abwägen und Planen auch nicht in jedem Fall sinnvoll. Ich denke, es ist klar, dass die Handlungsphase die deutlich risikobehaftetere ist, während nachdenken nicht wirklich schadet oder gefährlich ist.
Dauerhaftes Nachdenken und dadurch Nichthandeln kann aber auch keine dauerhafte Lösung sein, denn dadurch verharren wir Status Quo.

 

Tipp: Begrenzen Sie die Zeit des Nachdenkens über die Alternativen und Risiken. Benennen Sie die Risiken, also beantworten Sie die Frage: “Was machen wir, wenn es schief geht?“
Bewerten Sie das Ergebnis an klaren Vorgaben und korrigieren Sie dann die Vorgehensweise.

 

Agile Teams bewerten laufend ihre Zwischenergebnisse und korrigieren während des Handelns. Das sorgt für schnelleres Lernen und dafür, dass die Ideen tatsächlich nicht nur Ideen bleiben.